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Need to know - Nice to know |
Wie Kurzschlüssen auf die Spur zu kommen ist
Ein Kurzschluss im elektrischen Bordnetz des Kraftfahrzeuges tritt meist
während des Fahrzeugbetriebes, d. h. als Unterwegspanne, auf. Er entsteht,
wenn Kabel oder an Plus liegende Teile des Bordnetzes mit der Masse (Minus)
Kontakt bekommen. Was ist bei der Fehlersuche zu beachten?
Es ist zwischen Dauer- und Wackelkurzschluss zu unterscheiden. In der
Regel brennt bei beiden die Sicherung des betreffenden Stromkreises durch.
Das Einsetzen einer neuen Sicherung ist sinnlos, sie würde beim Dauerkurzschluss
sofort und beim Wackelkurzschluss bei der nächsten Fahrzeugerschütterung
wieder durchbrennen. Wir nehmen daher die defekte Sicherung heraus und
überbrücken die Kontaktfahnen mit einer Prüflampe (Skizze)

Leuchtet diese bereits bei geöffnetem Schalter auf, liegt der Kurzschluss im Strompfad bis zum Schalter. Leuchtet sie erst mit dem Schliessen des Schalters auf, liegt der Kurzschluss zwischen Schalter und Verbraucher. Weiterhin gilt: Werden ausgehend vom Verbraucher, die Verbindungen und Anschlüsse getrennt, dann liegt der Kurzschluss in dem Leitungsabschitt, dessen Abklemmen zum Erlöschen der Prüflampe führt.
Nach diesen Prüfungen hilft dann nur noch die Sichtkontrolle zwecks weiterer Fehlersuche weiter. Es muss nach abgescheuerten Isolierungen, losen Kabeln sowie gebrochenen, sonstigen beschädigten Kabeln und Kabelisolierungen gesucht werden
Relativ schwierig sind Wackelkurzschlüsse aufzuspüren. Oft treten sie an über Isolierstoffen angenieteten oder angeschraubten Anschlussklemmen auf, wenn sich die Verbindung gelockert hat. Wird der Fehler nicht lokalisiert, kann mit einem entsprechendem Stück Kabel die schadhafte Kabelstrecke einfach überbrückt werden, nachdem diese jedoch vorher abgeklemmt wurde. Erfahrene Autofahrer haben solch ein Hilftskabel - mit Flachsteckern, Krokodilklemmen oder Ösen an den Enden - ständig bei sich. Zum Beispiel kann bei Störungen in der Stromzufuhr zur Zündspule damit auch die Zündspule direkt an den Pluspol der Batterie angeschlossen werden. Sollte einmal schlagartig das gesamte Bordnetz (Beleuchtung, Zündung) ausfallen, liegt meist ein Kurzschluss auf der Strecke Batterie - Anlasser bzw. Anlassermagnetschalter vor. Hier ist schnellstens die Batterie abzuklemmen, um grösseren Schaden zu vermeiden (Kabelerhitzen bis zum Brand, schadhaftes Entladen der Batterie). Wenn dann bei Abnehmen des Batteriekabels ein kräftiger Funke gezogen wird (hoher Stromfluss), ist praktisch der Kurzschluss der Batterie bestätigt.
Liegt dieser Kurzschluss im Anlasser bzw. Magnetschalter, werden die
Anschlusskabel abgeklemmt, miteinander verbunden und abisoliert. Dann lässt
sich der Wagen anschieben, und man kann zur nächsten Werkstatt fahren.
Dieser Kurzschluss ist übrigens auch durch eine zwischen Batteriepol
und abgenommenem Batteriekabel geschaltete Prüflampe nachweisbar,
die dann bei ausgeschaltetem Verbrauchern aufleuchten muss (aus "FP-Ratgeber",
Ing. Lothar Liebmann, Datum unbekannt)
Der Verschleiss von Zündkerzen
Die oft dargelegten Angaben zur Lebensdauer von Zündkerzen (15'000
Km im Viertakt- und 10'000 Km im Zweitaktmotor) sind zu pauschale Angaben
und entsprechen nicht den technischen Gegebenheiten. Der Zündkerzenhersteller
der DDR, der VEB Elektrokeramische Werke Sonneberg, verwendet exaktere
Begriffe: Grenznutzungsdauer und mittlere Nutzungsdauer.
Die Grenznutzungsdauer einer Zündkerze ist erreicht, wenn auf
Grund von offensichtlichen Verschleisserscheinungen, z. B. Elektrodenabbrand,
der weitere Motoreinsatz nicht mehr zu vertreten ist. Auch unter den härteren
Betriebsbedingungen des Zweitaktverfahrens ist ein solcher Verschleiss
nicht vor 20'000 Km Laufzeit feststellbar. Bedingungen sind jedoch: die
richtige Wärmewertwahl; genaue Motoreinstellung; mechanisch intakter
Motor; sinnvolle Fahrweise sowie die Zündkerzenkontrolle mit Justage
des Elektrodenabstandes nach je 3000 Km.
Unter der mittlerern Nutzungsdauer von Zündkerzen versteht man die durchschnittliche subjektiv beeinflusste Standzeit von Zündkerzen z. B. die Herausnahme von Zündkerzen aus dem Motor nach der zu niedrig angesetzten Nutzungsdauer und dem unbegründeten Kerzenwechsel bei jedem Frühjahrsputz.
Zündkerzen sind unbedingt dem Fachhandel bzw. Minol-Tankstellen zur Regenerierung zuzuführen.(aus "FP-Ratgeber", Ing. Lothar Liebmann, Datum unbekannt)
Wie lange halten im Kfz die Glühlampen?
Schwärzung verursacht erhebliche Lichtverluste
Eine Grundvoraussetzung für die Sicherheit im Strassenverkehr ist
das rechtzeitige und eindeutige "Sehen und Gesehenwerden". Viele der sogenannten
"Sichtunfälle" ereignen sich nur deshalb, weil der andere Verkehrsteilnehmer
entweder gar nicht oder aber zu spät wahrgenommen bzw. gesehen wurde.
Damit uns die Fahrzeugbeleuchtung im Winterfahrverkehr nicht im Stich
lässt, sollten wir sie in regelmässigen Abständen überprüfen
(Glühlampen, Anschlüsse, Kontaktstellen, Kabel)
In diesem Zusammenhang interessiert die Frage: Wie lange halten Glühlampen, wann sind sie auszuwechseln? Die herkömmliche KFZ-Glühlampe, also auch die Biluxlampe, haben, je nach Lampentyp, eine Lebensdauer von 75 bis 150 Brennstunden. Da hier die Betriebsspannung des Bordnetzes mit einen entscheidenden Einfluss ausübt, kann man durchschnittlich 100 Brennstunden ansetzen. Das entspricht etwa 6000 bis 7000 Km mit eingeschaltetem Licht. Erfahrungsgemäss sollten herkömmliche Glühlampen nach 30'000 Km Laufleistung insgesamt oder nach spätestens 3 Jahren erneuert werden.
Das Erkennungsmerkmal der Glühlampenalterung ist die Eindunkelung des Glaskolbens. Bei Glühtemperaturen von über 2000 Grad Celsius verdampfen winzige Teilchen des Wolframglühfahdens. Diese Metalldämpfe schlagen sich am Lampenglas nieder und bilden eine dunkle Patina. Die am Ende der Lampenlebendauer entstehenden Schwärzung verursacht nicht nur erhebliche Lichtverluste (bis zu 50 Prozent), sie signalisiert auch den baldigen Totalausfall.
Mit Halogenglühlampen bestückte Scheinwerfer senden nicht nur einen um 100 Prozent höheren Lichtstrom aus, ihre Glühlampen halten auch doppelt so lange wie die herkömmlichen. Bekanntlich wird bei Halogenlampen das verdampfende Glühfadenmaterial in einem chemischen Kreislauf wieder auf den Glühfaden zurücktransportiert, d. h., es lagert sich nicht am Glaskolben ab. Deshalb ist hier die Alterung am Glühfaden selbst erkennbar. Der am häufigsten beanspruchte Abblendglühfaden wird als erster eine eigenartig glitzernde Oberfläche zeigen. Eine Folge des zurückgeführten kondensierenden Metalldampfes, der sich in kristalliner Struktur anlagert. Das zweite Merkmal einer gealterten Halogenglühlampe ist ein milchig-weisses Aussehen des Quarzglasquerbalkens, der die Haltedrähte des Glühfahdens fixiert. Bei neuen Lampen ist dieser glasklar. (aus "FP-Ratgeber", Ing. Lothar Liebmann, Datum unbekannt)